Das dieswöchige Nähfragezeichen auf crafteln.de fragt nach Kantenabschlüssen bei Jersey. Kantenabschlüsse, also Säume, Ausschnitte und so weiter währen eigentlich fast schon ein Thema für einen Motto-Monat. Und sogar beschränkt auf Stretchstoffe ist es selbst für mich (der noch nicht so wahnsinnig viel damit (überhaupt mit Kleidung) gearbeitet hat) schon ein mit verschiedenen Techniken bearbeiteter Bereich, also anscheinend ein vielschichtiges Thema.Gleich vorweg: ich habe keine Over- geschweige denn Coverlockmaschine und mache alles mit einer alten Singer oder Veritas deshalb gibt es bei mir nur Gerade- oder Zickzackstiche (dafür aber in Länge und Breite stufenlos verstellbar(das ist Gold wert)) und als Erweiterung Doppelnadeln (zur Singer gab es mal einen Biesensatz der es erlaubte zwei Einzelnadeln zu einer doppelten zu verbinden(den ich aber leider nirgends auftreiben kann)).
Manche modernere Nähmaschinen haben einen elastischen Geradstich (hab ich bei Schwiegermutter Charming gesehen) der aber beim Nähen ewig dauert weil jeder Stich drei Mal vor und drei Mal zurück geht.
Bündchen können bei Jersey und Sweatshirt gut aus dem selben oder einem dünneren Stoff gemacht werden (ich bin an mir selbst(und auch oft bei anderen) nicht so ein Fan von dicken, breiten Bündchen).
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| Jerseybündchen mit einer schmalen Doppelnadel (leider nicht ganz gerade) angenäht und anschließend innen knappkantig zurückgeschnitten |
Sie können - wie bei meinem neuen Shirt mit den drei Taschen - in einer akzentuierenden Farbe oder aus genau dem gleichen Stoff entstehen, bei Letzterem fällt es vor allem bei dünneren Stoffen kaum auf, dass es sich um Bündchen handelt.
{EDIT: Eigentlich handelt es sich ja auch nicht um ein Bündchen sondern einen Einfassstreifen, die mag ich wesentlich lieber als Bündchen)
Überhaupt keine sichtbare Naht am Ausschnitt hat man, wenn man einen Beleg macht. Dabei finde ich es sinnvoll den Beleg so groß zu machen, dass er in angrenzenden Nähten mitgefasst werden kann (dadurch hat man dann aber manchmal große Bereich des Kleidungsstücks (vorzugsweise auf der Front) doppellagig)
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| Halsausschnitt mit Beleg (Jersey) |
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| Halsausschnitt mit Beleg (Jersey) |
Bei Oberteilen mit einer Quernaht auf Brusthöhe oder kurz darunter (z.B. Empirekleider) ist das aber vertretbar (finde ich) und diese Art Kragen finde ich übrigens recht elegant. Dazu wird das Vorderteil sozusagen Doppelt zugeschnitten, dann rechts auf rechts nur entlang des Ausschnitts mit einem Geradstich (also Doppelnadel oder (aber nur bei großen Ausschnitten die sich beim anziehen nicht viel dehnen müssen)ganz schmaler, kurzer Zickzackstich) zusammengenäht und anschließend



