Dienstag, 23. Oktober 2012

Hach Ja,

Diese fröhlichen Japaner habe ich auf den BilderBlogs Jak & JIL (nur Querformat) und TOMMY TON (nur Hochformat) gefunden.
Es handelt sich wohl um eine Aktion in Tokyo bei welcher sich viele Begeisterte treffen um in altmodischer Kleidung (das ist absolut nicht negativ besetzt) Fahrrad zu fahren.
Habe ich nicht mal irgendwo von einem ähnlich sympathischen Ereignis in Berlin oder Hamburg gehört?

Da verfliegt ja fast die
herbstliche Melancholie und nur die schönen ("weltwirtschaftskriesenartigen")Ohrwürmer bleiben.

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"Let's have an other cup of coffee" aus 1932 original von Spitalnymit Helen Rowland and The Eton Boys
"I'm just an old-fashioned girl" aus 1957  von Eartha Kitt &
"(I can't believe I'm not a) millionair" aus 2008 von den Puppini Sisters

Mittwoch, 17. Oktober 2012

MMM Mein erstes Mal beim Me-Made-Mittwoch

Heut ist es soweit ich trau' mich zur allmittwöchlichen Versammlung der selbstgemachttragenden Menschen, dem Me-Made-Mittwoch. Besonders freue ich mich, dass er heute von Frau Crafteln angeführt wird,denn durch ihr Blog bin ich zuerst auf diese (ursprünglich von Cat-und-Kascha initiierte) Veranstaltung aufmerksam geworden.
Es geht darum Selbstgemachte (Erwachsenen-)Kleidung im Alltag zu tragen.
Gerade ist das Semester wieder losgegangen, darum gehe ich Heute zu mehreren Einführungsveranstaltungen und werde wenig Zeit haben, deshalb habe ich diesen Artikel bereits gestern (ein Teil des Textes) und letzte Woche (3 Fotos) am Dienstag vorbereitet. Heute musste ich nur noch aktuellere Fotos vom Gesamtoutfit hinzufügen. Nun hoffe ich, dass alles den Regeln entspricht (bitte informiert mich falls nicht, dann kann ich's korrigieren) und bin (zum Abend hin) gespannt auf die vielen Beiträge der anderen.
Heute beim aus dem Haus gehen

Heute beim aus dem Haus gehen
Jetzt ist zum Shirt noch der memade Schal
dazugekommen es ist doch recht kühl























Ich trage Heute :
Ein Hemd (gekauft(industriell)),
darüber ein Langarmshirt mit 3 Taschen (Selbstgemacht)
und eine Hose aus festem Stoff (gekauft(industriell)).
Und natürlich Strümpfe und Unterwäsche (gekauft(industriell)).

Wenn ich draußen bin trage ich zusätzlich noch
eine gestreifte Strickjacke (geschenkt(industriell))
mit einem Cord-Jackett ("geerbt(das nennt man jetzt vintage)"(industriell)) darüber.
Dazu eine Schiebermütze (gekauft (Handarbeit aus Berlin)) in Fischgrätenmuster,
je nach Temperatur Armstulpen (gekauft(Handarbeit aus Weimar))
oder Fingerlose Handschuhe (geschenkt(Handarbeit von Oma))
und Kunstlederschuhe (gekauft(industriell)).
Als Accessoirs noch eine Umhängetasche (Gekauft(Handarbeit aus einem Gefängnis))die groß genug für A4-Mappe, Wasserflasche und Schreibzeug ist
und ein Schal (Selbstgemacht).

Wenn ich die Aufzählung so ansehe wird mir nochmal bewusst, wieviele Textilerzeugnisse ich so täglich durchs Leben trage (und dass die meisten konventionell industriell erzeugt sind).
Außerdem sieht es aus als ob ich viel Braun trüge aber das sind jeweils nur kleine oder verdeckte Teile, oder (im Fall der Hose) weit vom Gesicht entfernte.
Eigentlich dominieren vom Eindruck her Petrol und Dunkelblau das sind die Farben des Jacketts (welches  mein Vater schon vor meiner Geburt trug) und meines selbstgenähten Shirts, dessen Taschen ich schon im Rahmen des Taschen-Monats-September vorgestellt habe und dessen Kantenabschlüsse (Saum, Ärmel,und Ausschnitt) letzte Woche im Beitrag zum Nähfragezeichen gezeigt wurden.
Das Shirt ist hauptsächlich aus Sweatshirtstoff in Petrol gemacht mit Details (Taschen und Ausschnitteinfasstreifen) aus dunkelblauem Jersey. Den Grundschnitt habe ich von einem kaputten (gekauften) Jerseyshirt übernommen. Dabei habe ich den Ausschnitt etwas größer gemacht, aber auf den Fotos sehe ich, dass es etwas zu viel ist, es sieht so aus als gehöre zu dem Outfit eine Krawatte oder Ähnliches.
Außerdem fällt mir mal wieder auf das es kein genau passendes Hemd (in meiner Preisklasse) für mich zu Kaufen gibt - da man nur den Kragen sieht wirkt es als sei mir das Hemd zu klein, es klafft am Hals total auf (eigentlich sollte wenn der oberste Knopf geschlossen ist noch ein Finger hinein passen) da die Größe nach Halsumfang definiert wird hieße das es ist mir zu klein. Aber in Wirklichkeit ist nur mein Hals zu dick es nur am Hals zu eng, der Rest passt. Irgendwann (in ferner Zukunft) bin ich vielleicht so weit hier mal ein selbstgemachtes passendes Hemd zu zeigen (oder ich kann es mir vorher leisten eins anfertigen zu lassen ;-)(Wunschträume))

Die folgenden 3 Fotos sind schon am letzten Dienstag (da hatte ich das Outfit (mit einem anderen Hemd) schonmal an) vor dem Waschmaschinenkämmerlein im Treppenhaus entstanden, aber man erkennt ganz gut das eigentliche Me-Made-Teil; mein 3taschiges Langarmshirt. Oder ist es eher ein Pullover? der Praxistest hat gezeigt, dass der Baumwoll-Sweatshirtstoff wärmer als gedacht ist, deshalb trug  ich darunter ein kurzärmeliges Sommerhemd (heut ist es mir kühl genug für ein langärmeliges).
Auf dem zweiten Bild

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Kantenabschlüsse bei Jersey und Sweatshirtstoff
eine Nähfragezeichenantwort


https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiHINIkmK8fNzBm6hsTcBdgBBEwZ5nq4YrB9zD3y4JYP3xmPLvNd1RtJ9Vtj4gtExIAHPAeY4h20ArPGBwyFpCwDgzjx8xAwG4chFD-RLlW-e6hjrUgX4nsYl7LQtE_Hacw3VHxFuUjRDk/s1600/Naeh-Fragezeichen.jpgDas dieswöchige Nähfragezeichen auf crafteln.de fragt nach Kantenabschlüssen bei Jersey. Kantenabschlüsse, also Säume, Ausschnitte und so weiter währen eigentlich fast schon ein Thema für einen Motto-Monat. Und sogar beschränkt auf Stretchstoffe ist es selbst für mich (der noch nicht so wahnsinnig viel damit (überhaupt mit Kleidung) gearbeitet hat) schon ein mit verschiedenen Techniken bearbeiteter Bereich, also anscheinend ein vielschichtiges Thema.



Gleich vorweg: ich habe keine Over- geschweige denn Coverlockmaschine und mache alles mit einer alten Singer oder Veritas deshalb gibt es bei mir nur Gerade- oder Zickzackstiche (dafür aber in Länge und Breite stufenlos verstellbar(das ist Gold wert)) und als Erweiterung Doppelnadeln (zur Singer gab es mal einen Biesensatz der es erlaubte zwei Einzelnadeln zu einer doppelten zu verbinden(den ich aber leider nirgends auftreiben kann)).
Manche modernere Nähmaschinen haben einen elastischen Geradstich (hab ich bei Schwiegermutter Charming gesehen) der aber beim Nähen ewig dauert weil jeder Stich drei Mal vor und drei Mal zurück geht.

Bündchen können bei Jersey und Sweatshirt gut aus dem selben oder einem dünneren Stoff gemacht werden (ich bin an mir selbst(und auch oft bei anderen) nicht so ein Fan von dicken, breiten Bündchen).

IMG_7317_Shirt_Halsauschnitt_SchmalesJersybuendchen
Jerseybündchen mit einer schmalen Doppelnadel
(leider nicht ganz gerade) angenäht und anschließend
innen knappkantig zurückgeschnitten

Sie können - wie bei meinem neuen Shirt mit den drei Taschen - in einer akzentuierenden Farbe oder aus genau dem gleichen Stoff entstehen, bei Letzterem fällt es vor allem bei dünneren Stoffen kaum auf, dass es sich um Bündchen handelt.
{EDIT: Eigentlich handelt es sich ja auch nicht um ein Bündchen sondern einen Einfassstreifen, die mag ich wesentlich lieber als Bündchen)
Überhaupt keine  sichtbare Naht am Ausschnitt hat man, wenn man einen Beleg macht. Dabei finde ich es sinnvoll den Beleg so groß zu machen, dass er in angrenzenden Nähten mitgefasst werden kann (dadurch hat man dann aber manchmal große Bereich des Kleidungsstücks (vorzugsweise auf der Front) doppellagig)

IMG_7308_Oberteil_Halsauschnitt_BelegAusGleichemMaterial_Elegant
Halsausschnitt mit Beleg (Jersey)
IMG_7310_Oberteil_Halsauschnitt_BelegAusGleichemMaterial_Elegant
Halsausschnitt mit Beleg (Jersey)

Bei Oberteilen mit einer Quernaht auf Brusthöhe oder kurz darunter (z.B. Empirekleider) ist das aber vertretbar (finde ich) und diese Art Kragen finde ich übrigens recht elegant. Dazu wird das Vorderteil sozusagen Doppelt zugeschnitten, dann rechts auf rechts nur entlang des Ausschnitts mit einem Geradstich (also Doppelnadel oder (aber nur bei großen Ausschnitten die sich beim anziehen nicht viel dehnen müssen)ganz schmaler, kurzer Zickzackstich) zusammengenäht und anschließend

Sonntag, 7. Oktober 2012

Taschen-Monat-September:
Meine Taschengedanken
und ein 3taschiges Shirt



Der Taschen-Monat-September ist ja zum Glück noch nicht vorbei (wie schön, dass Frau Crafteln sich da über die gängigen Datumskonventionen hinwegsetzt (was die Römer und irgendwelche Päpste können, können wir schon lange (schade, dass das in der Uni nicht so einfach geht:"Aber bei mir ist noch September!"))), denn nun im Oktober in der zweiten Septemberhälfte habe ich's doch tatsächlich geschafft mal ein Kleidungsstück für mich zu nähen und es hat Taschen.
Das ist natürlich kein Zufall, denn zu den Taschen wurde ich durch Meikes Mottomonat angeregt, welchen sie auf ihrem Blog crafteln ausrief.

Ein vor langem gekauftes (taschenloses) Langarmshirt, das ich gerne trug nun aber ein paar Löcher hat, wollt ich schon länger nachnähen. Das Material Lag schon im Schrank.
Als am Donnerstag Frau und Kind früh im Bett waren (weil krank) packte es mich: "Jetzt zerschneid ich schnell das alte Shirt und benutze es so als Schnitt" dachte ich. Nachdem ich das weinende Kind erneut in den Schlaf gekrault hatte war ich nicht mehr ganz so motiviert übermütig und trennte nur ganz ordentlich den kaputten Ärmel raus (wobei mir gleich auffiel, dass er erst an den Armausschnitt gefügt und dann gleichzeitig mit der Seitennaht (also in einem Rutsch) zusammengenäht wurde) den restlichen Schnitt nahm ich mit der längeren Methode ab und machte nur den Ausschnitt etwas größer um ein Hemd darunter tragen zu können.

Nun zu den Taschen:

Auch ich finde Taschen in Kleidung wie Frau Crafteln nützlich und sinnvoll.
Zum Händereinstecken finde ich sie nur an Jacken wirklich wichtig, die man ja eher trägt wenn es kalt ist.
Taschen die ausschließlich der Zier dienen sind nicht so meins (warum müssen z.B. Babyhosen Taschen(womöglich noch mit knöpfen) haben) da könnte man auch irgendwelche Applikationen oder Stickerein anbringen oder Stoffmuster und -strukturen nutzen.

Wozu  ich Taschen brauche
Kleidung mit Taschen brauche ich im Alltag zum Beispiel wenn ich zu Hause bin um Schlüssel für Wohnung, Waschmaschinenraum und Dachboden unterzubringen während ich einen Wäschekorb trage.
Oder in der Unibibliothek, dort hinein darf man keine Jacken und Taschen mitnehmen, braucht aber die Bibliothekskarte (Nutzerausweis) und eventuell noch seine mobile Festplatte, Block und Schreibkram. Für das ganze Zeug kann man einen Korb ausleihen, aber die Festplatte lasse ich ungern offen rumliegen und die Karte fällt da leicht durch. Also brauche ich dafür Taschen an einem anderen Kleidungsstück als der Jacke (und auch die Hose fällt weg, denn ich möchte nicht auf der Festplatte sitzen(ist ohnehin zu groß) und Karten in der Tasche stören beim Sitzen).
Oder wenn ich KleinCharming zur Krippe bringe (und abhole) muss irgendwo die QuietscheEnte hin und der Autoschlüssel und vielleicht noch Strümpfe und Extrakleidung u.s.w..
Oder,
Oder,
Oder...

Wie Taschen für mich Sein sollen
Die Ausführung der Taschen hängt davon ab was rein soll und wie es zum jeweiligen Kleidungsstück passt, aber generell bin ich kein großer Fan von Kleidungstaschen mit Verschlussklappe. Das Zeug sollte schnell, ohne Blockade und möglichst einhändig wegzupacken respektive herauszuholen sein.
Bei Taschen ohne Verschluss neigen Schlüssel und Mobiltelefone aber gern dazu (vorzugsweise bei Sitzen in Bus und Bahn) ihren Platz zu verlassen und zu verschwinden. Deshalb werde ich (falls ich mal eine Hose mit Taschen machen sollte) darauf achten, dass dieTaschenöffnungen nicht (wie so oft) an der Seite liegen sondern nach oben zeigen (ich glaube ich mag Hüftsatteltaschen).


Welche Nachteile können Taschen haben?
Taschen an Kleidung können Auftragen. Das stört mich nicht sonderlich (nur wenn manche Herren ständig ein dickes Portemonnaie in der "Backentasche" tragen kann das ziemlich unansehnlich sein(es ist aber auch unfair, dass Männer keine Handtaschen tragen dürfen(weshalb ich mich über diese Schikane hinwegsetze(mit grobem Stoff oder rustikalem Leder geht das durchaus)))) aber man Kann den Effekt ja trotzdem gering halten oder ausnutzen indem man den Taschenbeutel aus dünnem Material macht oder an einer Stelle unterbringt wo man Dünner ist es aber nicht auffällt oder sogar an einer Stelle wo man sowiso schon etwas fülliger ist um beispielsweise  eine Taille zu generieren.
Zu viele Taschen können unübersichtlich sein so dass man ständig etwas sucht.
Dinge die in Taschen vergessen werden können die Wäsche oder sogar die Waschmaschine beschädigen, da fällt mir ein Beispiel ein, wo eine (waschmaschinensichere) Verschlussklappe doch sinnvoll sein könnte: Eine kleine Tasche für den Einkaufswageneuro an jedem Kleidungsstück wär doch super(und bei knapper Kasse geht man einfach an den Kleiderschrank)

Das habe ich ausprobiert
Bis jetzt hatte ich noch keine Kleidungsstücke mit Taschen genäht (einmal habe ich bei einer Handtasche eine Paspeltasche eingearbeitet) deswegen wollte ich an diesem Stück gleich mehrere ausprobieren.
Nach meinen ersten Überlegungen, wozu ich Taschen brauche entschied ich mich für Drei Taschen.


Links eine Seitennahttasche die ich noch aus dem Gedächtnis machen konnte weil es vor ein paar Tagen auf irgend einem Nähblog gezeigt wurde (für den Schnitt orientierte ich mich

Montag, 1. Oktober 2012

Stoffmanipulation(en) für den September2012

Im September war es ja etwas stiller in meinem Blog, hatte genug anderes um die Ohren.

Aber manchmal habe ich mir doch etwas Zeit abgezwackt.
Direkt nach der letzten Stoffmanipulation bei Suschna (wo ich Versuche von Stickerei auf zartem Stoff zeigte) war ich sehr inspiriert von einem Kissen welches Augusthimmel bei einer (allerdings schon älteren) Stoffmanipulationsrunde mit uns teilte.

Das Prinzip habe ich gleich in groß an Nesselstoff ausprobiert, ohne zu messen und ohne zu nähen einfach mit Nadeln gesteckt. Heraus kam etwas, das mich stark an die Wellen im Sand erinnert welchen man im Urlaub manchmal begegnet und die Suschna als Struktur so mag.

IMG_7076

Dann habe ich das mit den Falten nochmal in etwas ordentlicher versucht. Dazu habe ich parallele Linien in logarithmischen Abständen ausgedruckt (eine einfache Tabelle in EXEL als logarithmisches Diagramm ausgeben) und die Abstände dann immer drei Mal hintereinander auf Stoff übertragen (1Mal für den Abstand und 2 Mal für die Seiten der Falte). So bekommt man