
Der Taschen-Monat-September ist ja zum Glück noch nicht vorbei (wie schön, dass
Frau Crafteln sich da über die gängigen Datumskonventionen hinwegsetzt (was die Römer und irgendwelche Päpste können, können wir schon lange (schade, dass das in der Uni nicht so einfach geht:"Aber bei mir ist noch September!"))), denn nun
im Oktober in der zweiten Septemberhälfte habe ich's doch tatsächlich geschafft mal ein Kleidungsstück für mich zu nähen und es hat Taschen.
Das ist natürlich kein Zufall, denn zu den Taschen wurde ich durch Meikes
Mottomonat angeregt, welchen sie auf ihrem Blog
crafteln ausrief.
Ein vor langem gekauftes (taschenloses) Langarmshirt, das ich gerne trug nun aber ein paar Löcher hat, wollt ich schon länger nachnähen. Das Material Lag schon im Schrank.
Als am Donnerstag Frau und Kind früh im Bett waren (weil krank) packte es mich: "Jetzt zerschneid ich schnell das alte Shirt und benutze es so als Schnitt" dachte ich. Nachdem ich das weinende Kind erneut in den Schlaf gekrault hatte war ich nicht mehr ganz so
motiviert übermütig und trennte nur ganz ordentlich den kaputten Ärmel raus (wobei mir gleich auffiel, dass er erst an den Armausschnitt gefügt und dann gleichzeitig mit der Seitennaht (also in einem Rutsch) zusammengenäht wurde) den restlichen Schnitt nahm ich mit der
längeren Methode ab und machte nur den Ausschnitt etwas größer um ein Hemd darunter tragen zu können.
Nun zu den Taschen:
Auch ich finde Taschen in Kleidung wie Frau Crafteln nützlich und sinnvoll.
Zum Händereinstecken finde ich sie nur an Jacken wirklich wichtig, die man ja eher trägt wenn es kalt ist.
Taschen die ausschließlich der Zier dienen sind nicht so meins (warum müssen z.B. Babyhosen Taschen(womöglich noch mit knöpfen) haben) da könnte man auch irgendwelche Applikationen oder Stickerein anbringen oder Stoffmuster und -strukturen nutzen.
Wozu ich Taschen brauche
Kleidung mit Taschen brauche ich im Alltag zum Beispiel wenn ich zu Hause bin um
Schlüssel für Wohnung, Waschmaschinenraum und Dachboden unterzubringen während ich einen Wäschekorb trage.
Oder in der Unibibliothek, dort hinein darf man keine Jacken und Taschen mitnehmen, braucht aber die
Bibliothekskarte (Nutzerausweis) und eventuell noch seine
mobile Festplatte, Block und
Schreibkram. Für das ganze Zeug kann man einen Korb ausleihen, aber die Festplatte lasse ich ungern offen rumliegen und die Karte fällt da leicht durch. Also brauche ich dafür Taschen an einem anderen Kleidungsstück als der Jacke (und auch die Hose fällt weg, denn ich möchte nicht auf der Festplatte sitzen(ist ohnehin zu groß) und Karten in der Tasche stören beim Sitzen).
Oder wenn ich KleinCharming zur Krippe bringe (und abhole) muss irgendwo die
QuietscheEnte hin und der
Autoschlüssel und vielleicht noch
Strümpfe und
Extrakleidung u.s.w..
Oder,
Oder,
Oder...
Wie Taschen für mich Sein sollen
Die Ausführung der Taschen hängt davon ab was rein soll und wie es zum jeweiligen Kleidungsstück passt, aber generell bin ich kein großer Fan von Kleidungstaschen mit Verschlussklappe. Das Zeug sollte schnell, ohne Blockade und möglichst einhändig wegzupacken respektive herauszuholen sein.
Bei Taschen ohne Verschluss neigen Schlüssel und Mobiltelefone aber gern dazu (vorzugsweise bei Sitzen in Bus und Bahn) ihren Platz zu verlassen und zu verschwinden. Deshalb werde ich (falls ich mal eine Hose mit Taschen machen sollte) darauf achten, dass dieTaschenöffnungen nicht (wie so oft) an der Seite liegen sondern nach oben zeigen (ich glaube ich mag Hüftsatteltaschen).
Welche Nachteile können Taschen haben?
Taschen an Kleidung können Auftragen. Das stört mich nicht sonderlich (nur wenn manche Herren ständig ein dickes Portemonnaie in der "Backentasche" tragen kann das ziemlich unansehnlich sein(es ist aber auch unfair, dass Männer keine Handtaschen tragen dürfen(weshalb ich mich über diese Schikane hinwegsetze(mit grobem Stoff oder rustikalem Leder geht das durchaus)))) aber man Kann den Effekt ja trotzdem gering halten oder ausnutzen indem man den Taschenbeutel aus dünnem Material macht oder an einer Stelle unterbringt wo man Dünner ist es aber nicht auffällt oder sogar an einer Stelle wo man sowiso schon etwas fülliger ist um beispielsweise eine Taille zu generieren.
Zu
viele Taschen können unübersichtlich sein so dass man ständig etwas sucht.
Dinge die
in Taschen vergessen werden können die Wäsche oder sogar die Waschmaschine beschädigen, da fällt mir ein Beispiel ein, wo eine (waschmaschinensichere) Verschlussklappe doch sinnvoll sein könnte: Eine kleine Tasche für den
Einkaufswageneuro an jedem Kleidungsstück wär doch super(und bei knapper Kasse geht man einfach an den Kleiderschrank)
Das habe ich ausprobiert
Bis jetzt hatte ich noch keine Kleidungsstücke mit Taschen genäht (einmal habe ich bei einer Handtasche eine Paspeltasche eingearbeitet) deswegen wollte ich an diesem Stück gleich mehrere ausprobieren.
Nach meinen ersten Überlegungen, wozu ich Taschen brauche entschied ich mich für Drei Taschen.
Links eine Seitennahttasche die ich noch aus dem Gedächtnis machen konnte weil es vor ein paar Tagen auf irgend einem Nähblog gezeigt wurde (für den Schnitt orientierte ich mich