Montag, 23. Juli 2012

Weidenhütte

Die Charmingsche Weidenzweigschnecke


Heut ist hier mal etwas über ein Gartenprojekt zu lesen, da wir an diesem Wochenende mal wider einen Blick darauf werfen konnten.

Es handelt sich um eine Weidenhütte.
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Auf die Pflanzung eines Weidenhauses hatte ich schon lange Lust. (schon als kind war 'Butzenbauen' das Größte)

Ende Februar wurden vom NaBu die Kopfweiden geschnitten. Das bekam ich gerade noch Rechtzeitig mit. So konnten wir ca. 50 lange Weidenruten (über 2cm dick) zusammensuchen.
IMG_4770Weidenhuette_1218_Aeste


Ein paar Wochen später, im März begann der Bau. Zu zweit Dauerte es 1,5 Tage.
IMG_4771_Weidenhuette_1218_Abstechen

Erstmal mit Hilfe eines Seils überlegt wie der Grundriss aussehen soll und das Seil mit eineigen Stöckchen in der gewünschten Form gehalten.
IMG_4805Weidenhuette_1218_Ausheben

Entlang des Seils einen Spaten breit die Grasnabe abgehoben und darunter ca. 60 – 80cm gegraben (das wird mit der Zeit ganz schön Anstrengend weil man in so einem schmalen Loch schlecht stehen kann).
IMG_4817Weidenhuette_1218_Ausgraben

Nun Die Weidenruten in den Graben gesteckt und leicht die Erde Angedrückt (Damit sie nicht umkippen). Dabei sind wir immer kreuzweise und den Umriss halbierend vorgegangen (also wir haben die Rundliche Form mit einer gedachten Linie halbiert und an beiden Enden der Linie ein Weidenrute in den Graben gesteckt, dann die Hälften halbiert und so weiter (wie bei einer Torte)). Außerdem haben wir mit den Dicksten Ästen begonnen und zum Schluss die dünnsten ‚verbaut’.
IMG_4832Weidenhuette_1218_EinsteckenIMG_4844_Zuschütten

Die ganzen Zweige nach innen geneigt und den Graben fast bis oben mit Erde gefüllt und gegossen. Nun die Grasnabe wieder aufgesetzt, festgetreten und noch mal gegossen.

Am Ende die Weidenruten zur Mitte gebogen und verflochten. Dabei etwas Kokosseil benutzt. Das verflechten war eine relativ langwierige Prozedur und es ist gut schon daran zu denken, wenn die Äste in den Boden gesteckt werden.
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Und fertig ist die Laube!!!? Dann ist Geduld und (im ersten Jahr) Häufiges Geißen gefragt (zu irgendwas muss der stark regnerische Sommer ja gut sein).

Im Mai war noch fast kein Zweig ausgeschlagen mittlerweile (im Juli) kann man aber sehen welche Äste tatsächlich nicht mehr austreiben werden, (ob es daran liegt, dass die geschnittenen Äste vor dem Sammeln und der Verarbeitung schon lange ungeschützt herumlagen oder wir zu wenig gossen?) das sind nun eben Fenster ;-). Vielleicht Pflanzen wir an den Löchern noch was nach oder sie lassen sich durch Verflechten der angewachsenen Triebe etwas schließen.
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Im Nachhinein habe ich noch dornenlose Brombeeren(lecker) und Clematis(hübsch) an das Hüttlein gepflanzt (solange die Wurzeln der Weiden noch nicht zu stark sind), damit es noch eine Funktion als Rankhilfe übernehmen kann.

Beim nächsten Mal würde ich versuchen an Stell von Weide-, Haselruten zu bekommen (stelle es mir aber schwierig vor ausreichend viele, lange und dicke zu finden).

Sehr Hilfreich war es vorher mal in das schöne Buch "Das Weidenbaubuch Die Kunst, lebende Bauwerke zu gestalten" von Marcel Kalberer & Micky Remann zu schauen Auch wenn ich nicht alle Ratschläge beherzigen konnte, da Die Zweige bereits einige Zeit ungeschützt herumlagen bevor wir sie einsammelten).
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Bin gespannt wie das Häuschen langsam zu einem Baum Wird.
Die Singvögel der Gegend freuen sich jetzt schon über die neue Nist- und Futterstelle.

3 Kommentare:

  1. Well, sehr gut gemacht - ist gut geworden!

    Ich habe mich hier erdreistet, in alten Buschbestand 'Sitze' hineinzuschneiden. D.h.: die Kronen darueber bilden einen herrlichen 'Sonnenschirm' (mit Natur-Kuehlung = evaporative cooling?) waehrend man darunter gut herumluemmeln kann.
    Auch solche 'Wohn-Hoehlen', wie Deine Weidenruten-Version habe ich hier sehr gerne, denn: wenngleich ich auch ab und an mit 'zuviel' Baum mich aergere - OHNE kann ich mir aber mein Leben ueberhaupt nicht vorstellen!
    Mein GoeGa sagt auch oefter ueber manche 'wuestenartigen' Regionen: "Da krieg' ich meine Gerlinde nicht hin ohne ihren 'privaten on-duty Baum' !" ;-)

    LG, Gerlinde

    PS: GoeGa ist 'wehrhaft boshaft' (braucht er aber mit mir :-o !) und darum ist sein 'Nachtrag' dann immer: " 'Vogel' bringt sie selbst mit!!! " ;-)

    Schoene Groesse an Garten habt Ihr da zur Verfuegung; da wird sich Junior aber einmal freuen!

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  2. PS: ueberleg' Dir mal, ob bei Deiner Bastel-Willigkeit und dieser schoenen Gartengroesse, sich nicht vielleicht einmal eine Art 'Post-hole-digger' lohnt: zwei kleinere zueinander bewegliche 'Spaten-Flaechen', welche gemeinsam hineingerammt werden und dann als Mini-Bagger fungieren mit ihrer Hebe-Kapazitaet (Deine Muselkraft allerdings noch immer 'hinten drann', aber nicht mehr in schmalen Loechern stehen brauchen?)

    LG, Gerlinde

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    1. Das ist ja nicht unser Garten, aber wir sind froh ihn nutzen zu dürfen (außerdem ist der Weg zwischen den Buchsbaumkugeln eine Grundstücksgrenze, das ist ein guter Trick um Gärten größer wirken zu lassen, wenn sich die Nachbarschaft versteht).
      Und ja, die Verdunstungskälte ist vor allem in der Stadt ein gutes Argument für Bäume.
      LG
      Christoph

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