Einen Grundentwurf hatte ich ja schon beim letzten Mal.
Bei der Frage wie ich das umsetze, möchte ich am liebsten antworten: "Hoffentlich schnell.", aber, da ich mit Schnittkonstruktion unerfahren bin (und das echte Leben mir immer dicht auf den Fersen ist), dauert es zwangsweise länger als erwünscht.
Genug genörgelt. Fakten.
Wir hatten jetzt eine Woche Urlaub und nach inspirierenden, gummibestiefelten Strandgängen




und entspannenden Bauernhoftierbeobachtungen, konnte ich abends auch manchmal an der Ideen und einem Schnitt für mein Shirt basteln.
Dabei hatte ich Hilfe von einem Buch. Bereits in den Kommentaren zur NFL-Anmeldung hatte ich erwähnt, das ich mir das Buch “Pattern Cutting for Menswear” von Gareth Kershaw wünsche. Eine der in eben diesen Kommentaren genannten Wesenheiten, hat es mir auch tatsächlich gebracht. Lange hatte ich dann keine Zeit zum Lesen, aber jetzt habe ich zumindest den Anfang, mit Worten zum Produktionsprozess, zum Maßnehmen und zur Erstellung der Basic-Blocks durch. Und ich habe Glück; das Erste richtige Projekt im Buch ist ein langärmeliges Shirt (eigentlich finde ich diese Gendersache "...for Men...") doof, aber in den meisten anderen Büchern ist das erste ein Rock) wie im Schnittkonstruktionskurs von Frau Crafteln beginnt das Buch mit dem Konstruieren von Oberteilen (nach dem Messen und so).
Die Anleitung für den Körper habe ich also als Leitlinie genutzt (aber viel nachdenken musste ich trotzdem weil ich aus Designentscheidungen heraus gleich einiges abgewandelt habe).
Besonders aufgepasst habe ich bei der Beschreibung der Armlöcher, aber ob die nun richtig sind (ich habe das Gefühl, dass nicht) muss sich bei meinem nächsten Testteil herausstellen (beim ersten habe ich gleich Fehler festgestellt(die aber nicht von meinen Abwandlungen kamen(sondern weil ich Maße vom Punkt-Null statt vom Punkt-Eins aus konstruiert habe)))
Aus Frau Craftelns Kurs habe ich auch die Idee zuerst im Maßstab 1:5 Zu konstruieren (davon steht nichts in meinem Buch) Hier mal ein Bild des (noch etwas falschen)Schnitts der Vorderseite:

Die Front soll wie man sieht aus zwei Teilen bestehen, in deren Verbindungsnaht Taschen integriert sind (Stichwort Alltagstauglichkeit).
Der Fadenlauf soll jeweils parallel zum Kragen sein und die Breite des kleinen Kragens hat genau die Breite einer "Fischgräte" aus dem Stoffmuster von dem ich ausgehe.
Davon, einfach den kleinen konstruierten Schnitt zu scannen und zu vergrößern, möchte ich abraten, dabei werden kleine Abweichungen ja mitvergrößert.
Also habe ich das Ganze nochmal in groß konstruiert und eine Hälfte als Test genäht. Davon habe ich noch kein Foto, deshalb hier noch ein Bild der kleinen Frontschnittteile, wie sie auf dem Stoff platziert werden sollen:

Vom Kragen bin ich jetzt schon begeistert die restliche Passform konnte ich wegen des Fehlers beim Konstruieren noch nicht gut überprüfen.
Die Ärmel habe ich genau nach Anleitung im Buch konstruiert, aber irgendwas ist da bestimmt noch falsch, denn die Armeinsatznaht müsste ja etwas länger sein als die Armlochnaht (zum einhalten), aber bei mir kommt immer genau die Länge des Armlochs heraus (ich weiß nicht, ob es an meinem mangelhaften Englisch liegt, ich etwas übersehen habe oder mein Arm einfach zu dünn ist).
Ich will heute noch ein Testteil mit Ärmel schaffen, deshalb lese ich erst später, was Alexandra und die Anderen so zusammentragen.
Ach ja, was ich auch noch nicht weiß ist, was ich am Ende mit dem Taschenbeutel mache damit er nicht so rumschlabbert und wie ich den Fadenlauf bei den Ärmeln anlege.

Spannende, vielversprechende Konstruktion, aus der Du bestimmt viele Erfahrungen mitnimmst.
AntwortenLöschenDie Tasche könntest Du bestimmt zuletzt bei Bedarf an ein paar Punkten mit der darunter liegenden Schicht fixieren/fest nähen.
Deine Armkurven sehen vielversprechend aus. Am Ende sollten die beiden Körperteilkurven genau so lang sein wie die umlaufende Ärmelkurve. Ich verbinde gerne zuerst die Schulternähte (evtl. vorher Vlies-Streifchen einbügeln), dann widme ich mich dem Halsausschnitt und nähe die Ärmel an: jeweils von der Schulternaht bis unterm Arm. In Nähbüchern wird oft "rund" angenäht, ...
Wünsche gutes Gelingen beim Zuschneiden und Nähen.
LG Ute
Ganz lieben Dank für die Tipps.
LöschenBei meinem Testteil (das nun doch eine Woche zur Fertigung gebraucht hat) habe ich die Taschenbeutel beim Großen Frontteil weggelassen und die vom kleinen dort einfach festgenäht. Geht auch, aber dann sieht man natürlich eine "interessant geformte" ;) Naht. Ich könnte es als Design ausgeben, oder ich mache es doch lieber wie in Deinem Vorschlag.
LG Christoph
Das sieht ja hochprofessionell aus. Ich bin sehr gespannt auf deine Umsetzung.
AntwortenLöschenLG, Claudia
Also, Das sieht wirklich nur so aus :-),
LöschenAber danke!
LG, Christoph
Was für ein toller Entwurf! Der Mann hier guckte mir über die Schulter und meinte, das könne ihm auch gefallen. ;-) Ich bi gespannt. DIe Schnittteile sehen ja abenteuerlich aus. Und zu den Ärmeln kann ich nix sagen. Da hab ich ja bei NFL1 schon die chicken route gewählt und Kimono-Ärmel gemacht.
AntwortenLöschenDanke,
LöschenWenn es so würde, wie ich es mir vortelle gfefiele es mir auch ;-) (naja, etwas Zeit ist ja noch).
Ich befürchte diese chicken route ist für mich nicht drin, es sei denn ich mach 'n Pullunder draus.
Aller beste Grüße.