Und ich bin mit Tsumami Hanakanzashi dabei.
Tsumami ist japanisch und heißt so etwas wie kniffen oder falten hana heißt Blume und Kanzashi ist das Wort für Haarschmuck.
Aus meinen gefalteten Blüten muss nicht zwangsläufig Haarschmuck werden, aber unter diesem Namen sind sie nunmal bekannt.
| Gestärkte Baumwollstoffquadrate werden Gefaltet |
Traditionell werden sie in Japan von Maiko (Geisha in Ausbildung) in großen Dolden getragen und es ist üblich in jedem Monat und zu besonderen Anlässen spezielle Kanzashi zu tragen.
Für manch Monate gibt es mehrere Blumen, die je nach Alter der Trägerin oder nach anderen Kriterien getragen werden.
Seit Dezember habe ich sechs verschiedene Kanzashielemente aus Baumwollnesselstoff gemacht (und eins aus Seide(was natürlich eher der japanischen Tradition entspricht)).
Erst falte ich die einzelnen Blütenblätter aus quadratischen Stoffstücken und
klebe sie mit Holzleim (das kommt der Zellulose in der Baumwolle entgegen und hält sehr gut (traditionell wird Reisleim genutzt)),
| Gefaltete und geleimte Seidenblütenblätter |
dann Fädele ich sie auf und knote sie zu einer Blume(oder Blatt) zusammen welche ich in der Mitte noch mit einem Tropfen Leims fixiere (traditionell wird nicht gefädelt sondern auf eine kleine Pappscheibe geklebt(das habe ich aber nur bei der Seidenblume gemacht)).
| Zusammengesetzte Blüte |
| Seidenblütenblätter auf eine Pappscheibe geklebt |
Ich möchte versuchen für jeden Monat mindestens eins der traditionellen japanischen Teilchen zu produzieren, was ich dann damit mache weiß ich noch nicht.
Jetzt noch ein paar Impressionen:
Es nervt mich etwas, dass in diesem Posting gefühlte 1000 Mal das Wort 'Tradition' vorkommt, denn für mich sind diese Blüten völlig untraditionell, aber das bleibt jetzt so.
Mit diesen Blumengrüßen feire ich mein 40. Blogpost,
vielleicht gibt es mal eine Fortsetzung zu diesem Beitrag.
Seid gegrüßt und vergesst nicht Euch anzusehen, was die Anderen gemacht haben.
Gut, dass du schlichten, einheitlichen Stoff genommen hast, da kommen die unterschiedlichen Formen noch klarer raus.
AntwortenLöschenDanke auch für die Hintergrundinfos- gefaltet haben wir hier zwar auch schon, uns aber nie Gedanken um die Tradition gemacht.
Danke, deshalb habe ich ja den gleichen Stoff genommen, um die Form in den Vordergrund zu stellen.
LöschenDiese Blüten sind ganz zauberhaft. Ich bin hin und weg.
AntwortenLöschenLG
Siebensachen
Vielen Dank, für dieses liebe Kommentar
LöschenIch wusste gar nicht, wie unterschiedlich die Blüten aussehen können. Danke für die Anregung!
AntwortenLöschenLG
Susanne
Gerne doch!
LöschenDurch die unterschiedliche Kombination der beiden Grundfomen und deren leichte Abwandlung durch Kniffen (Sakura und Ballonblume)kann man schon viele Varianten bekommen aber ich habe bei der Hortensie noch eine eigene Faltung dazugeschummelt weil man sie in echt nur durch die blaue Farbe von der gelben Rapsblüte unterscheiden könnte.
siehe hier: http://chri-stoff-charming.blogspot.de/2012/07/kanzashi-brosche.html
Oh, die sind sehr schön geworden und auf deinen Fotos kann man die Details sehr gut erkennen. Mir gefallen die aus Nessel sogar besser.
AntwortenLöschenNach welcher Anleitung fertigst du sie denn? Du hast ein Händchen für feine Arbeiten, zumindest sehen die schön ebenmässig aus. Ich könnte das nicht so gut, da bin ich mir ziemlich sicher ;)
LG frifris
Die fotos mache ich am Nordfenster mit der Landschaftsfunktion meiner Digitalkamera.
LöschenDie aus Nessel sind auch einfacher die Seide ist so flutschig und ich hatte keine Zeit neue Stärke dafür zu kochen.
Mit den Anleitungen ist es nicht so einfach zu beantworten es ist schon ein paar Jahre her, dass ich sehr viel dazu im Internet rcherchiert habe, es ist eigentlich ganz einfach und ich mache das aus dem Kopf.
Wenn ich etwas mehr Zeit habe suche ich die mal zusammen und poste es in meinem nächsten Beitrag über Kanzashi mit.
LG, und danke für's Schreiben
Die sehen ja alle ganz wunderbar aus. Wird da wirklich nicht genäht? Das kann ich mir gar nicht vorstellen. Aber für jeden Monat eine andere Blume ist eine schöne Idee - ich bin gespannt.
AntwortenLöschenLiebe Grüße, Marion
Also bei der Herstellung von traditionellem Japanischem Braut- und Maikohaarschmuck in Tsumamitechnik wird wirklich nur geklebt. es gab da mal eine Dokumentation drübe, die such auch zum nächsten Mal raus.
LöschenAber bei den Baumwollblüten nähe ich eben doch ein wenig, weil da ein Tropfen Klebers nicht ganz reicht.
Mir war gar nicht bekannt, dass es so viele Arten dieser Blüten gibt. Selbst habe ich es leider noch nicht geschafft so eine Blüte zu fertigen, aber dein Post ist ein Ansporn dies doch demnächst einmal anzugehen.
AntwortenLöschenLG Mirella
Es macht super Spaß und süchtig.
Löschenund dass es so viele Arten (mehr als eine pro Monat) gibt finde ich gerade interessant.
Allerdings werden einige nicht traditionell in Tsumamitechnik hergestellt (z.B. Gras, Fächer & Feuerwerk aus umwickeltem Draht oder Schmetterlinge aus Silber).
LG
Danke für das Zeigen und Beschreiben von solch hübschen Blumen, gerade jetzt wo es doch endlich Frühling werden soll. Ich bin schon auf die nächsten Arbeiten gespannt, meine Lieblingsblume heute ist Deine erste, schön dass Du ein Maßband daneben gelegt hast, da wird erst deutlich wie klein diese Blumen sind.
AntwortenLöschenherzliche Grüße
Judika
Ich danke Dir,
LöschenWenn Du die mit der einzelnen Perle meinst, das ist die eine Grundform, Ume (meist als Pflaumenblüte übersetzt).
Sie wird hauptsächlich im Februar getragen und kommt manchmal in Dezember- und Januarkanzashis vor, kann in rosa aber auch als skura im April oder als Momo (Pfirsichblüte) im März dienen.
Herzlichst
C.
wunderschöne blüten hast du gezaubert, lieber chri-stoff. hab dich jetzt grad bei meike wiedergefunden und verfolge dich jetzt mal, damit du mir nicht wieder abhanden kommst.
AntwortenLöschenglückwunsch zum 40.post. tadatadatada:)
lg mickey
Danke!
LöschenDas ist aber lieb.
Ganz liebe Grüße, Christoph.