Aber manchmal habe ich mir doch etwas Zeit abgezwackt.
Direkt nach der letzten Stoffmanipulation bei Suschna (wo ich Versuche von Stickerei auf zartem Stoff zeigte) war ich sehr inspiriert von einem Kissen welches Augusthimmel bei einer (allerdings schon älteren) Stoffmanipulationsrunde mit uns teilte.
Das Prinzip habe ich gleich in groß an Nesselstoff ausprobiert, ohne zu messen und ohne zu nähen einfach mit Nadeln gesteckt. Heraus kam etwas, das mich stark an die Wellen im Sand erinnert welchen man im Urlaub manchmal begegnet und die Suschna als Struktur so mag.
Dann habe ich das mit den Falten nochmal in etwas ordentlicher versucht. Dazu habe ich parallele Linien in logarithmischen Abständen ausgedruckt (eine einfache Tabelle in EXEL als logarithmisches Diagramm ausgeben) und die Abstände dann immer drei Mal hintereinander auf Stoff übertragen (1Mal für den Abstand und 2 Mal für die Seiten der Falte). So bekommt man
Falten in logarithmischem Abstand und Höhenverlauf.
Augusthimmel hatte bei Ihrem Kissen die Falten mit (Vermutlich Handgestickten) Zierstichen betont. Da ich schon lange mal den Kordelfuß ausprobieren wollte beschloss ich den Faltenbruch jeweils per Maschine mit einem grünen Verlaufssticktwist den ich noch hatte zu versehen.
| Aufnähen von Sticktwist mit Kordelfuß |
Den Zickzackstich stellte ich gerade so breit ein, dass der eingelegte Faden davon überspannt ist. Weil der Faden sichtbar sein sollte wählte ich eine große Stichlänge (man kann auch eine ganz kurze Stichlänge wählen dann ist der Faden nicht sichtbar und das Garn bildet eine art wulstige Stickerei.
Anschließend legte , bügelte, steckte und nähte ich jede einzelne Falte fest
Und hatte am Ende ein Stück Stoff mit (absichtlich) verschieden hohen Falten.
| Die logarithmischen Falten von der Schmalseite |
Es gibt auch noch einen Nachschlag zur letzten Stoffmanipulation;
Denn nun ist auch das andere Ende des Bindebands aus Seidenchiffon und Organza bestickt, dabei bin ich einem der Tipps von Sewing Galxy gefolgt und habe an den Seiten des (eigentlich für den Stickrahmen zu schmalen) Schals Stoffreste angeheftet. Das machte es wesentlich einfacher den Stoff halbwegs fadengerade und in alle Richtungen gleichmäßig einzuspannen.
Diesmal habe ich das wesentlich faltenfreiere Ergebnis noch beidseitig mit kleinen Perlen versehen.
Licht und Schatten können nun durch die verschiedenen ausgeschnittenen Lagen fallen.
Weitere septemberliche Stoffmanipulationen findet Ihr diesmal drüben bei Lucy von Nahtzugabe.
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